 | KLEMENS KÜHN | | GARDIEN DES ETOILES |
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Schauspiel von Xaver Kroez Regie: Knut Hirche
Bühne: Klemens Kühn Darstellerin: Beate Biermann
"Weitere Aussichten" von Xaver Kroetz war meine zweite Inszenierung mit Knut Hirche am Kammertheater Neubrandenburg. Die alte Dame wurde von Beate Biermann sehr überzeugend gespielt. Für das Bühnenbild versuchten wir (damals noch Neuland) die komplette Ausstattung aus Doppelwellpappe zu machen.
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http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Xaver_Kroetz |
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Regie: Marlis Hirche Bühne und Kostüme: Klemens Kühn Musik: Jürgen Kurz Gewandtmeisterin: Adelheid Wieser Technik: Annette Becker, Thomas Schmidt, Marcus Dassing, Gunnar Wassermann, Stefan Neumann Licht: Falk Hampel Darsteller: Oliver Dassing, Dieter Köplin, Peter Müller, Werner Henrich, Beate Biermann, Annette Wurbs
Ein deutscher, aber ganz anderer Liederabend, die Geschichten von 8 verschiedenen Hausbewohnern, die wir in einem aufgeschnittenen Wohnhaus sehen.
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Schauspiel von Wallace Shawn Regie: Annegret Hahn Bühne und Kostüme: Klemens Kühn Maske: Cecile Kretschmar Licht: Falk Hampel
Darsteller: Oliver Dassing, Marlis Hirche, Moritz Sostmann, Heike Irmert, Beate Biemann, Beate Rademacher, Dieter Köplin
Marie and Bruce ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2004. Regie führte Tom Cairns, der gemeinsam mit Wallace Shawn anhand dessen Theaterstücks auch das Drehbuch schrieb.
Am Anfang sagt die Off-Stimme Maries, dass ihr Ehemann Bruce sie irritiere. Sie denke darüber, ihn zu verlassen. Die Eheleute tauschen während des Frühstücks sarkastische Bemerkungen aus. Bruce verbringt seine Freizeit in der Gesellschaft seines Freundes Roger. Marie geht alleine auf eine Party und besucht die Nachbarn. Am Ende gehen Bruce und Marie schlafen.
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frei nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Wolf Erlbruch
Regie: Ensemble Kammertheater in Kooperation mit Theater Handgemenge Bühne, Kostüme und Puppen: Klemens Kühn Gewandtmeisterin: Adelheid Wieser Technik: Annette Becker, Thomas Schmidt, Marcus Dassing, Gunnar Wassermann, Stefan Neumann Licht: Falk Hampel frei nach dem Kinderbuch von Wolf Erlbruch Spieler: Peter Müller, Annette Wurbs, Oliver Dassing, Pierre Schäfer
Die Ausstattung bestand aus einem überdimensionalen Bilderbuch, welches geöffnet ca. 6m breit war. Die jeweils geöffnete Seite ergab die gewünschte Szenerie für die fünf Tiere. Die Tiermasken waren sehr aufwendig aus Leder über Gipsformen angefertigt worden. Die Vollmasken waren allerdings für die Spieler eine große Herausforderung, die nicht immer bewältigt wurde.
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http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Erlbruch |
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Schauspiel von Michail Bulgakow
Regie: Horst Havemann Ausstattung: Joachim Damm, Klemens Kühn Darsteller: Frieder Venus, Cordula Nossek, Beate Biermann, Peter Müller, Dieter Köplin, Oliver Dassing, Marlis Hirche, Alain Baszinski uva.
Die aufwendige Eröffnungsinszenierung am Kammertheater Neubrandenburgbenutzt als Bühnenbild eine alte nachgebaute Barock-Theater-Maschinerie mit Kullissenwagen und dazu passenden Suffitten. Aus einem sehr schlichten Holzgrundbau entstehen so in wenigen Sekunden ein prunkvolles historisches Bühnenbild aus der Moliere-Zeit.
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Kurzfilm, 23 min, Anna Goldberg Filmproduktion, 1996 Prädikat Wertvoll Regie, Szenenbild: Kattrin Michel, Klemens Kühn Musik: Bolschewistische Kurkapelle Darsteller: Joachim Damm, Cordula Nossek, Oliver Dassing, Knut Hirche, Dieter Köplin, Beater Biermann u.v.a. Produktionsleitung: Jakob Kühn Bauleitung: Annette Becker
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nach dem gleichnamigen Roman von Michael Ende
Thalia Theater Halle 2002
Regie: Annegret Hahn Bühne: Klemens Kühn Musik: Jürgen Kurz
Darsteller: Heike Irmert, Beate Rademacher, Axel Gärtner, Enrico Petters uva.
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frei nach dem Roman "Stichwort: Liebe" von David Grossmann
Regie: Knut Hirche, Jehuda Almagor Bühne und Kostüme: Klemens Kühn, Joachim Damm
Darsteller: Marlis Hirche, Olliver Dassing, Annette Wurbs, Peter Müller, Alain Baszinski, Cordula Nossek, Beate Biermann
Alle haben geglaubt, Großvater Anschel sei von einer »Nazi-Bestie« umgebracht worden, doch eines Tages steht er, aus einer Irrenanstalt entlassen, vor der Tür: ein alter, frierender Mann, der unverständliches Zeug vor sich hin murmelt. Als müßte er immer wieder (wie damals im Lager) dem Obersturmbannführer neue Abenteuer der berühmten Kinderbande erzählen, Geschichten, die ihn als Schriftsteller berühmt gemacht haben. Eine schier unglaubliche Geschichte – und doch nur die Hälfte dieses mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichneten Romans. Die andere gehört ganz dem neunjährigen Momik, der herauszufinden versucht, was der Großvater denn da murmelt, erzählt, erlebt haben könnte …
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Schauspiel von Maximilian Klinger
Regie: Annegret Hahn Dramaturgie: Christoph Kaldonek Ausstattung: Klemens Kühn
Bühnenbild-Assistenz: Silja Landsberg Maske: Cecile Kretschmar Licht: Falk Hampel Darsteller: Moritz Sostmann, Heike Irmert, Joseph Bilous, Beate Rademacher uva.
Die Inszenierung "Sturm und Drang" haben wir 1998 zum Kunstfest Weimar im KUBUS realisiert. Der KUBUS ist ein seperater Spielort im Weimarer Stadtpark, ein Holzwürfel von 20 x 20 Metern mit einer dreieckigen Bühne von etwa 15 Metern Tiefe. Bemerkenswert ist vor allem der extrem steil ansteigende Zuschauerraum. Für "Sturm und Drang" haben wir in die dreieckige Bühne eine gewölbte Ebene eingebaut, die wie ein vergrößertes Blatt Papier aussah.
Sturm und Drang handelt über den Hass zweier englischer, adliger Familien, deren Kinder einander lieben. Die Handlung wechselt im allgemeinen zwischen Wiederfinden und Versöhnung. Auf amerikanischem Boden, vor dem Hintergrund des Unabhängigkeitskrieges, wird eine Anzahl von abenteuernder Kraftnaturen vorgeführt, denen das Leben in Europa allmählich zu eng wird. Das Groteske wird bewusst neben das Ernste gestellt, nämlich: an der Seite des vorbildlichen Liebespaares zweier komischer Paare.
Karl Bushy, auch Wild genannt, ist der Sohn von Lord Bushy. Er und seine Familie sind die Erzfeinde der Familie Berkley. Wild ist ein junger Mann, der in seinem Leben viel erlebt und durchgemacht hat (1.Akt,1). Er ist ständig auf der Suche nach einem neuen Lebensziel und gibt sich seinen Todessehnsüchten hin, die er im Kampf mit dem Kapitän oder im Krieg sich erfüllen sieht. Wilds Umherirren in der Welt ist der Ausdruck seiner Unsicherheit und seiner "zerrissenen" Seele. Wild findet schließlich zu sich selbst, und durch die Liebe zu Caroline Berkley ist ein veränderter Wild entstanden: Er ist dialogfähig geworden, will und kann auf andere eingehen. Wild hat in Caroline sein Ziel gefunden (2.Akt,4). Indem er sich zur Liebe bekennt, hat er auch die Welt wieder gefunden und damit auch eine Lebenstotalität. Dieses Ganze stellt er jedoch nur zusammen mit Caroline her, sie ist die ideale Ergänzung. Die Anerkennung und Gnade von Lord Berkley findet er erst zum Schluss durch die Versöhnung der Väter wieder.
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Maximilian_Klinger |
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Schauspiel von Kristina Lugn. Aus dem Schwedischen von Dirk H. Fröse
Regie: Annegret Hahn Musik: Jürgen Kurz Darsteller: Dagmar Lautermann, Christian Sängewald Ausstattung: Klemens Kühn
Baby wartet sehnsüchtig darauf, von seiner Mutter abgeholt zu werden. Mindestens ebenso ungeduldig wartet Tante Blümchen, die Tagesmutter, darauf, dass das Kind endlich abgeholt wird. Ein kleines, garstiges Zwei-Personen-Musical der renommierten schwedischen Autorin für alle, die Spaß an herbem Mutterwitz haben.
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Schauspiel von Koffi Kwahulé
Regie: Annegret Hahn Ausstattung: Klemens Kühn Darsteller: Christian Sängewald, Effi Rabsilber, Enrico Petters, Heidemarie Schneider, Sebastian Schindegger
A 13 ans, Bintou affiche une haine farouche pour toute forme d'autorité. Fille d'une banlieue violente et métissée, elle rêve d'une carrière de danseuse du ventre et dirige une bande de garçons décidés à tout pour lui plaire. En l'absence de son père qui se terre dans sa chambre depuis qu'il a perdu son emploi, c'est l'oncle qui voudrait lui imposer sa loi... Mais Bintou n'est pas prête à se soumettre. Il faudra donc faire appel au couteau ancestral pour meurtrir les chairs et enchaîner les âmes. http://www.buehnen-halle.de/thalia-theater.html
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von Tom Lycos und Stefo Nantsou
Regie: Stefan Mohn Ausstattung: Klemens Kühn
1994 warfen ein 13- und ein 15-jähriger Junge Steine von einer Autobahnbrücke bei Melbourne und töteten dabei einen Universitätsprofessor. Wenig später wurden sie wegen Mordes angeklagt. Die beiden Autoren nahmen diesen authentischen Fall als Ausgangspunkt für ihre atemberaubende Theaterinszenierung. Sie zeigen den Übergang vom Reiz des Verbotenen zur Erbärmlichkeit des nächsten Morgens und stellen sich und dem Zuschauer die Frage nach Schuld und Verantwortung.
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Der Schöpfungsgarten von Barthold Heinrich Brockes
in Kooperation mit dem Opernhaus Halle und dem Ensemble für alte Musik
Regie: Heike Irmert Regieassistenz: Moritz Sostmann
Bühne: Klemens Kühn Maske / Perücken: Cecile Kretschmar (Paris)
Choreografie: Christine Marneffe
12 Musiker und Schauspieler sitzen um einen riesigen runden Tisch in einem runden Festsaal der Moritzburg Halle und interpretieren den skurilen Verstext über die göttliche Schöpfung von B.H.Brockes. Der Höhepunkt ist ein Barock-Menuett, dass ausschließlich mit den 12 Zeige- und Mittelfingern der Darsteller auf dem Tisch getanzt wird.
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frei nach Texten von Heinrich von Kleist Bearbeitung und Regie: Marcus Joss Ausstattung: Klemens Kühn Bühnenbau: Reinhardt Grimm
Eine Collage von vielen wichtigen Kleist-Stoffen in 90 Minuten mit 90 Puppen, openair in einem riesigen Stahl-Kubus an einem Oderdeich...
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"rheinverliebt" ein Theater- und Ausstellungslabyrinth im Bernoulli-Silo im Baseler Rheinhaven
eine Produktion des Vorstadttheater Basel
Regie: Marlis Hirche und Oliver Dassing Ausstattung: Klemens Kühn
Doch weniger die historischen Fakten und die wirtschaftlichen Hintergründe interessieren das Theaterteam, als vielmehr die Emotionen, welche die Rheinschifffahrt auslöst: die tiefe Verbundenheit der Rheinschiffer mit ‹ihrem› Strom ebenso wie die Fantasien und Sehnsüchte der an Land Gebliebenen: Wer hat nicht als Kind davon geträumt, einmal als Matrosin oder Kapitän den Rhein hinunterzufahren bis zum fernen Rotterdam? «Rotterdam», meint Gerd Imbsweiler, «steht in unseren Wünschen für Übersee, Amerika beispielsweise oder die Südsee.» Ein Labyrinth der Rhein-Sehnsüchte baut das Vorstadt-Theater am Hafenbecken Eins auf, im Parterre des Bernoulli-Silos, wo sonst Kakaobohnen gelagert werden. Es besteht aus 18 Kabinen, durch die sich das Publikum frei bewegen kann – wie Bienenwaben wirken sie in der Aufsicht auf das Bühnenmodell. Hier kann man nicht nur dem ‹Alten›, sondern auch anderen skurrilen Persönlichkeiten begegnen, beispielsweise einem Schiffskoch, einer blinden Passagierin, die sich in die Kabine des geliebten Mannes eingeschlichen hat, einer holländischen Sängerin mit drei dressierten Kakadus und sogar ‹Frau Rhein›, die von Sagengestalten wie der Loreley und von geheimnisvollen Ertrunkenen erzählen wird. Dargestellt werden die Figuren vom Ensemble des Vorstadt-Theaters und vielen Gästen. Daneben werden auch Gegenstände gezeigt, es gibt eine ‹Fernweh-Kabine› und eine ‹Heimweh-Kabine› sowie einen Schiffsfriedhof. Dafür hat das Rheinschifffahrtsmuseum ‹Verkehrsdrehscheibe Schweiz› seine Mitarbeit zugesagt. Regie führt ein Team aus Berlin, Marlis Hirche und Oliver Dassing. Die beiden haben in Halle bereits zwei ähnliche Theaterinstallationen gemacht, ‹Das verrückte Kaufhaus› in einem leerstehenden Warenhaus und in einem alten Kino ein Projekt zur Geschichte des Films.
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nach einem Text von Xaver Durranger
Regie: Annegret Hahn Choreografie: Christine Marneffe Ausstattung Klemens Kühn Musik: Plastikman, The black Album
Xavier Durringer wurde 1963 in Paris geboren, wo er auch lebt und als Dramatiker, Drehbuchautor und Filmregisseur arbeitet. Mit Stücken wie Ganze Tage, ganze Nächte, Schnitt ins Fleisch, Bal-Trap und Die Gelobte hat er sich auch weit über Frankreichs Grenzen hinaus einen Namen gemacht und gilt heute als einer der bekanntesten und erfolgreichsten zeitgenössischen Theaterautoren des Landes.
Seit 1989 leitet er die freie Theatergruppe "La Lézarde", für die er schreibt und inszeniert. Seine Stücke, die er oft in verlassenen Fabrikgeländen der "banlieues" von Paris aufführt, haben die Menschen in Trabantenstädten, die sich im Leben nicht mehr zurechtfinden, Liebe in den Cafés der Vorstädte und latente Gewalttätigkeit zum Thema. Liebe und Schmerz und das ganze verdammte Zeug: Rat- und orientierungslos taumeln die zufällig aufeinandertreffenden Protagonisten durch die soziale Eiseskälte, die sie umgibt, beschimpfen sich, streiten, reden aneinander vorbei, sind abwechselnd zärtlich und aggressiv, romantisch und brutal – kurze Momentaufnahmen des ganz alltäglichen Wahnsinns Leben, facettenreiche Sinnbilder für den ewigen Lebenshunger des menschlichen Herzens. Polaroids, die man mischen kann wie ein großes Kartenspiel. In der grandiosen deutschsprachigen Erstaufführung in der Inszenierung von Stefan Otteni ließ der Regisseur Durringers ausrangierte Figuren, die gefährlich und verzweifelt komisch um Momente der Liebe ringen, am Erlanger Bahnhof antreten. Dort eben, wo die Abschiede warten, die Hoffnungen durchrauschen und – wenn überhaupt – nur das kleine Glück ankommt.
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Regie: Annegret Hahn Bühne und Kostüme: Klemens Kühn Gewandmeisterin: Kirsten Heppekausen Bühnenbau: Lichtblick Berlin
Darsteller: Nico Ehl, Christian Bayer,Heidemarie Schneider, Axel, Gärtner, Enrico Petters, Harald Höbinger, Sascha Tschorn, Mario Pinkowski uva.
Das Thalia Theater Halle verlässt wieder seine beiden Spielstätten und erobert erneut den Volkspark. Die Premiere von Faust Eins unter der Regie von Annegret Hahn findet am Mittwoch, 23. Februar 2005, um 20 Uhr, statt.
Goethe hat mit seinem Faust eine universelle Figur erfunden - Doktor Faustus greift nach allen großen Themen des Lebens - Liebe, Tod, Erkenntnis, Wahrheit und Glauben – und nimmt sich ihrer an als wäre neu zu entscheiden, was sie dem Menschen taugen.
Im ersten Teil von Goethes Universaldrama tritt ein Faust auf, der seinen Gang durch alle Höhen und Tiefen noch vor sich hat. Sein berühmter Pakt mit dem Teufel garantiert ihm, nichts zu verpassen, was ein Menschenleben ausmacht.
Faust geht also unter Menschen, brennend und ohne Scheu, aber die haben nicht auf ihn gewartet. Noch weniger auf den Teufel. Faust ist ein Fremdling, der eher stört als dass er der Welt Erkenntnisse abringt. Seine großen Fragen prallen an den Menschen ab, die mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind. So steht am Ende einer gegen viele.
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eine Produktion des Thalia Theaters Halle und der Händelfestspiele Halle
Idee und Regie: Christine Marneffe Video: Vander Maske: Cecile Kreteschmar Fotografie: Delphine Merlato Ausstattung: Klemens Kühn
Unterstützt wird Christine Marneffe von der Maskenbildnerin Cécile Kretschmar und den Fotografen Delphine Merlato und Pascal Bois, die in Schwarzweißfotos das Vorher und Nachher dokumentieren. Ob in Paris, Dijon, Montreal oder Dresden - wo immer die Franzosen waren, "die Leute rannten uns die Bude ein. Sie kamen von überall her, aus allen Altersgruppen und Schichten, vom Arbeitslosen bis zur Topmanagerin", erzählt Marneffe. Und alle wollten nur eins: die Reise ins andere Ich antreten, eine kleine Pause vom Mann- oder Frausein einlegen, den Geschlechter-Switch erleben - als Selbsterfahrungstrip mit garantiertem Rückfahrschein. "Dabei ist es meist viel schwieriger", sagt die Visagistin, "Männer in Frauen zu verwandeln. Ich glaube, das hat mit unserer Fantasie zu tun. Bei Männern hat man sehr schnell die Travestie-Nummer im Kopf."
NEUGIERIG AUF DAS ANDERE Geschlecht sind Menschen immer gewesen, aber allmählich beginnen sie, es auch in sich selbst zu entdecken. Was heißt schon "männlich"? Oder "weiblich"? Längst gibt es keine klaren Rollenbilder mehr. Jungs tragen Lidstrich, Mädchen Hosen mit Eingriff. Gebärden, Kleidung, gesellschaftlicher Status - Paul und Paula bedienen sich hemmungslos der Insignien des jeweils anderen Geschlechts. Das Superweib im Army-Look, der Macho in der Rüschenbluse - alles nur eine Frage der emotionalen Selbstdarstellung. Und so passt es auch, dass ausgerechnet ein Fußball-Star zur Stilikone avanciert ist. Seit David Beckham den "Metro-Sex" zum Lifestyle erklärt hat, wissen Großstadtjungs, dass ein bisschen Weiblichkeit einen Mann noch lange nicht zum Weichei macht.
Wer Lust hat, im eigenen Gesicht auf Spurensuche zu gehen, hat vom 5. bis 12. Juni Gelegenheit dazu. Im Rahmen der Händel-Festspiele in Halle warten Christine Marneffe und ihre Mitarbeiter in einem Chinesischen Pavillon auf Zuschauer und Mitspieler. "La Cuisine", die Küche, so heißt diese Mischung aus Fotoausstellung und Theaterexperiment. Der Abend beginnt damit, dass die Gesichter der Gäste ab- und umgeschminkt werden, während gleichzeitig ein Essen zubereitet wird. "Die Küche", weiß Christine Marneffe, "ist ein Ort, an dem alle sich wohl fühlen. Hier kommt man bei leiser Musik und einem Glas Wein ins Gespräch, man nimmt sich Zeit fürs Kochen und fürs Essen. Und für ein kleines Spiel mit der Identität." Ein Spiel, das jeder spielen kann, der die französische Küche schätzt - und neugierig ist auf eine ungewöhnliche Entdeckungsreise ins verborgene Ich.
www.unitvnetwork.org/cuisine/kitchen.htm |
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Regie: Marlis Hirche, Oliver Dassing Ausstattung: Klemens Kühn Licht: Hedrick Drewniok Assistenz: Annett Eckloff Darsteller: Christian Sängewald, Dagmar Lautermann, Pagan van Pelt, Stefan Mohn, Enrico Petters uva.
Jetzt auch noch ein verrücktes Kino! Kommenden Donnerstag öffnet es im Volkspark seine Pforten. Ahnlich wie bei dem Aufsehen erregenden Kaufhaus-Spektakel vor Jahresfrist im Thalia am Markt will auch diesmal das Berliner Regie-Duo Marlies Hirche und Oliver Dassing eine Art Erlebnis-Inszenierung schaffen. Fast wie eine Ausstellung soll das Publikum die Szenerie durchlaufen, in der die Filmwelt als ein Labyrinth präsentiert wird – also genau so, wie sie wohl auch von vielen späteren Stars am Beginn ihrer Laufbahn empfunden wurde.
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Regie Annegret Hahn Bühne: Klemens Kühn Kostüme: Constanze Zimmermann
Manchmal finden sich doch ganz erstaunliche Lösungen - man muss nur lange genug nachdenken. Klemens Kühn hat mit Strohhalmen experimentiert und mit Bürsten, aber zufrieden war der 39-Jährige erst, als ihm die Idee mit den Kabelbindern kam. Und so recken sich nun Hunderte der dünnen weißen Plastikdinger auf der Bühne des Großen Thalia-Theaters in die Höhe. Zwischen ihnen, auf ihnen und um sie herum wird sich der größte Teil des neuen Stücks abspielen: Shakespeares "Wie es euch gefällt".Es ist bereits die sechste Produktion der laufenden Spielzeit, für die der Vater dreier Kinder das Bühnenbild macht (verantwortlich zeichnete er unter anderem für das verrückte Kaufhaus und das verrückte Kino). Dabei hat er als Ausstattungsleiter des Thalia-Theaters durchaus noch anderes zu tun; auch einige verwaltungstechnische Aufgaben gehören dazu, die Koordinierung von Terminen etwa oder das Prüfen von Budgets. Die Frage freilich, welcher Teil seiner Arbeit ihm am meisten Spaß macht, die erübrigt sich wohl.
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Oper von Sergej Prokofiev
Regie: Christine Marneffe Bühne, Kostüme: Klemens Kühn
Gewandmeisterin: Kirsten Heppekausen Maske: Heidi Lange, Antje Noch
Bühnenfilm: Christine Marneffe, Klemens Kühn Video: Kai Hengst
Peter, ein kleiner Junge, lebt mit seinem Großvater im ländlichen Russland. Eines Tages lässt er die Gartentür offen und die Ente nutzt die Gelegenheit, auf dem nahen Teich schwimmen zu gehen. Sie gerät in Streit mit einem Vogel („Was bist du für ein Vogel, wenn du nicht fliegen kannst?“ – „Was bist du für ein Vogel, wenn du nicht schwimmen kannst?“). Da schleicht sich eine Katze an, und der Vogel flüchtet, von Peter gewarnt, auf einen Baum.
Peters brummiger Großvater holt ihn in den Garten zurück und schließt das Tor, da der Wolf ja kommen könnte, der tatsächlich kurz darauf aus dem Wald kommt. Die Katze klettert auf den Baum, die Ente aber, die vor Aufregung aus dem Teich gestiegen war, wird vom Wolf verschluckt. Peter holt ein Seil und klettert über die Gartenmauer auf den Baum. Er weist den Vogel an, dem Wolf immer um den Kopf herumzufliegen, um ihn abzulenken. Währenddessen lässt er eine Seilschlinge hinab, mit der er den Wolf am Schwanz fängt.
Jäger kommen aus dem Wald und schießen auf den Wolf, aber Peter stoppt sie. Im Triumphzug führen alle gemeinsam den Wolf in den Zoo. Am Schluss hört man noch die Ente im Bauch des Wolfs quaken, „denn der Wolf hatte sie in der Eile lebendig hinuntergeschluckt.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_und_der_Wolf
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Schauspiel von Gäbi Hänel
Regie: Marlis Hirche, Oliver Dassing Bühne und Kostüme: Klemens Kühn
Gewandmeisterin: Kirsten Heppekausen Maske: Heidi Lange, Antje Noch, Ines Dönicke Wätzold Licht: Hendryck Drewniok Techn. Einrichtung: Daniel Schreiner, Thomas Koch, Sven Sandow Bühnenbau: Elmar Hofmeister Darsteller: Axel Gärtner, Enrico Petters, Harald Höbinger uva.
Wie erzählt man eine Geschichte, die doch alle längst kennen? - Richtig, man lässt sich etwas Ausgefallenes einfallen. Für solche Fälle hat das Thalia-Theater zwei regelmäßige Gäste als Spezialisten: Marlies Hirche und Oliver Dassing. Die beiden Schauspieler und Regisseure haben mit Theaterspektakeln wie "Das verrückte Kaufhaus" in Halle schon mehrfach für Furore gesorgt, indem sie begehbare Installationen bespielen ließen. Etwas von diesem erfolgreichen Prinzip ist jetzt in ihre an sich herkömmliche Inszenierung von "Dornröschen" eingeflossen, die gerade eine von Kindern wie Erwachsenen mit Entzücken aufgenommene Premiere erlebt hat. Wie in einem Adventskalender entfalten sich die kleinen Episoden des Grimmschen Märchens, das eigentlich die Pubertät zum Thema hat, und das in der Thalia-Fassung mit einer Reihe anderer Märchenzitate zu einem zauberhaften Potpourri verdichtet ist, dem offenbar auch die jüngsten Besucher mühelos folgen können. Denn in den neun verschiedenen Bühnenkammern des puppenhausartigen Schlosses gibt es gleichzeitig immer viel zu sehen. Ein Glücksfall auch für die Spieler: Fast das gesamte Thalia-Ensemble darf hier seinem Affen Zucker geben. Vor allem Anke Stedingk und Harald Höbinger als Königspaar und Axel Gärtner als eine Art Minister können sich hier als Komödianten auszeichnen - übertroffen nur noch von Sascha Tschorn und Nico Ehl, die als als Chefkoch und Küchenjunge eine Slapstick-Einlage nach der anderen liefern. Da gibt es - Idealfall fürs Kindertheater - für die Großen viel zu lachen, während die Kleine atemlos staunen. Und Raum für ein bisschen Poesie und Weisheit gibt der Text auch noch, wenn etwa die Feen ihre Segenssprüche fürs neugeborene Dornröschen aufsagen. Da wünscht eine dem Mädchen "sprechende Augen und klare Sicht". Eine andere ergänzt praktischerweise: "Abitur und Liebe pur." Alles in allem macht nicht zuletzt ein passagenweise liebevoll und witzig durchgereimter Text das Stück zum Erlebnis. Und die Darbietung hilft - bei allem Ulk - die tiefen Dimensionen dieses Märchens neu zu entdecken.
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Schauspiel von Peter Shaffer
Regie: Annett Wöhlert Bühne und Kostüme: Klemens Kühn
Mit: David Engelmann, Juliane Freistredt, Jelena Fräntzel, Michael Goralczyk, Franka Anne Kahl, Anne Kies, Michael Kleinert, Marcus Ostberg, Arno Sudermann, Ralph Sählbrandt
2006. Mozartjahr. Unter Lawinen aus Mozartkugeln ist der früh gestorbene Komponist aus Salzburg gründlich begraben worden. Doch wie erging und ergeht es dem früh zum Wunderkind apostrophierten als Mensch unter Menschen? Von Genie des Gehorsams trägt ihn seine und die gesellschaftliche Entwicklung zum Genie eines geheimen Sich-Versagens, so sein Biograf Wolfgang Hildesheimer. Der unfreiwillig zum Rebell gewordene Mozart war von einer Zeitströmung erfasst worden, die kollektiv den Drang nach Freiheit auslebte. Der britische Dramatiker Peter Shaffer schrieb 1979 das Stück über den Mythos Mozart und über Mozarts prominentesten Rivalen. Als Sommertheater im Neubrandenburger Schauspielhaus wird Oberspielleiterin Annett Wöhlert das Schauspiel raumgreifend in Szene setzen.
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ein Lieberabend von Franz Witenbrink
Regie: Annett Wöhlert Ausstattung: Klemens Kühn
Acht Kerle von hart bis zart – Wagemutige, Wehmütige, Wilde, Weicheier – loten aus, warum ein Mann ein Mann ist – und ohne Frau nicht (sein) kann. Sie haben zärtliche Gefühle, Flugzeuge im Bauch, brechen die Herzen der stolzesten Frau’n, sind einfach sexy oder als Sex Machine unschlagbar. Titel des Liederabends von Franz Wittenbrink ist »Männer!«. Ort des Geschehen: Die Südkurve im Fußballstadion: Noch ist das Spiel nicht aus, und natürlich lässt keiner die absteigende Mannschaft im Stich. Ehrensache! Wer früher geht, ist ein Schwein. Und außerdem: Wohin denn auch? Nach Hause zur Ehefrau, die von der leidenschaftlichen Hingabe an das runde Leder nichts versteht? Nach Hause auf die Strafbank eines leeren Zimmers, in dem die Fanposter des Stürmers der einzige Gesprächspartner sind? Nach Hause ins elterliche Heim, wo einem die Mutter wegen der Bierfahne und der dreckigen Noppenschuhe wieder einmal die rote Karte zeigt? Stark bleiben, das Team mit aller Kraft unterstützen, aufbauen, noch ist nichts verloren. Da sitzen sie, stehen, springen, umarmen sich: Lassen alles raus, was sie in ihrem Alltag unterdrücken. 90 Minuten im Leben von Männern, die mehr über sie aussagen als jede Ehe. Das Stadion wird zum Spielplatz der Emotionen. Hier steht keiner unbemerkt im Abseits. Hier bleibt kein Foul ungestraft. Hier fühlen sie sich geborgen, aufgehoben in der Gemeinschaft der Fans. Hier werden alle zu einem Team. Und so gehen die Männer in die selbst gewählte Verlängerung, wird das Geschehen auf dem Rasen zum Katalysator für die eigenen Gefühle.
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wittenbrink
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Neuübersetzung und Regie: Gabriele Hänel Ausstattung: Klemens Kühn Assistenz: Martina Veenhoven
Mit: Matthias Alber, Elke Cybulski, Oliver Dassing, Marlis Hirche, Stefan Lange, Sabine Trötschel
Für die Inszenierung "Mass für Mass" von William Shakespeare haben wir die große Studiobühne der Theaterwerkstatt in einen Art Platz über den Wolken verwandelt. Dazu wurden die umgebenden 400qm Wände mit einem Himmel-Motiv bemalt und die Zuschauer sehen von drei Seiten auf eine rechteckige Bühne, an deren Stirnseite ein sechs Meter langer Tisch steht.
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Regie: Moritz Sostmann Bühne: Klemens Kühn Puppen: Hagen Tilp Schauspiel von John von Düffel
… Dabei hat einen vorab schon eine leise Sorge beschlichen. Wie soll man denn dieses grandiose Roman-Monster Thomas Manns, das nicht weniger als den Untergang der klassisch-abendländischen Patrizierwelt zum Beginn der Moderne in gebotener Breite erzählt, auf der Bühne verhandeln? Man kann, wenn man es kann. Moritz Sostmann hat John von Düffels Bearbeitung des Stoffes so streng und respektvoll wie möglich, aber auch so sinnlich und mit fein gesetzten Pointen inszeniert, dass aufregendes Theater entsteht – ein Denkraum mit Aussicht auch auf unsere, nicht nur die vergangenen Verhältnisse. … (Mitteldeutsche Zeitung, Andreas Montag)
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Schauspiel von Gabriele Hänel
Regie: Moritz Sostmann Bühne: Klemens Kühn
Gewandmeisterin: Kirsten Heppekausen Bühnenmeister: Sören Cornarius Technische Einrichtung: Daniel Schreiner Bühnenbau: Elmar Hofmeister Maske: Heidi Lange, Antje Noch
Darsteller: Jan Kersjes, Mille Maria Dalsgart, Axel Gärtner, Anke Steding, Enrico Petters uva.
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Schauspiel von Gabriele Hänel (frei nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm)
Regie: Moritz Sostmann Bühne und Kostüme: Klemens Kühn
Musik: Philipp Plessmann Licht: Hendrik Drewniok Gewandmeisterin: Kirsten Heppekausen
Maske Heidi Lange, Antje Noch Bühnenbau: Elmar Hofmeister
Technische Einrichtung: Daniel Schreiner, Thomas Koch
Darsteller: Axel Gärtner • Conny Mews • Enrico Petters • Emanuele Peters • Jan Kersjes • Mille Maria Dalsgaard • Philipp Plessmann
Rotkäppchen heißt das wohl bekannteste aller deutschen Märchen. Und, wie fast alle deutschen Märchen, spielt es vor langer, langer Zeit im tiefen, tiefen Wald. Und es handelt davon, wie ein kleines Mädchen von einem bösen Wolf gefressen wird.
Also, denkt man, müßte die kleine Tochter von Frau Waldorf doch wissen, was für Gefahren auf einen lauern, wenn man sich so ganz alleine auf den Weg in den Wald zur kranken Großmutter macht. Aber Herr Dieter Rothwild, von Beruf Revierförster im Stadtwald, hat ihr erzählt, daß es heutzutage so gut wie keine Wildnis mehr in unseren wilden Wäldern gibt. Für alle Fälle aber, und weil er sie so gern hat, hat er ihr ein leuchtend rotes Käppchen geschenkt, so daß sie niemals verloren gehen kann. Mit dem Käppchen, einem Kuchen und einer guten Flasche Rotwein macht sie sich eines Spätwintertags, als Frau Waldorf, die Ärztin, wieder einmal alle Hände voll mit der Grippe zu tun hat, eigenmächtig auf den Weg zur schon etwas schwerhörigen Großmutter, die ihr eigenwilliges Haus irgendwo am Waldweg aufgeschlagen hat.
Und tatsächlich sind die Tiere, die ihr auf dem Weg dahin begegnen überhaupt nicht wild, sondern sehr zivilisiert. Da ist z.B. Manuel Garcia Sanchez, der Waschbär, der eigentlich aus Spanien kommt und am liebsten gestohlene Bonbons und Pullmotin nascht. Und Jean, das Eichhörnchen, zu seinem Leidwesen Janni – Maus genannt, das sich im Wald so benimmt, wie es sich manche Leute nicht einmal zu hause trauen würden. Doch schließlich trifft sie auf ein Wesen, das es in unseren Breiten eigentlich gar nicht mehr geben sollte: wild, zerzaust, unzivilisiert und hungrig – den Wolf! Wie Schrecklich! Aber der Wolf kann singen. Und wenn er singt, klingt das so schön und gleichzeitig so voller Schmerz, daß unser Rotkäppchen alle Vorsicht vergißt. Der kahle, noch winterliche Wald verändert plötzlich seine Farbe, Blumen beginnen zu blühen, und das Märchen nimmt seinen Lauf.
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Konzept und Choreographie: Colette Sadler
Tänzer: Eva Baumann , Maxwell McCarthy , Sybille Müller , Jara Serrano Gonzalez Puppen und Prothesen: Klemens Kühn, Kattrin Michel, Hagen Tilp Lichtdesign: Florian Bach
Die Tanzperformance THE MAKING OF DOUBT spielt mit unserer Wahrnehmung von Wirklichkeit. Indem Echtes durch Falsches ersetzt wird, eröffnet sich ein Spiel zwischen Menschen und Puppen, das fremdartige Körper entstehen lässt. Wieviel Detail oder "Wirklichkeit" benötigt der Betrachter, um einer Fälschung zu vertrauen? Was passiert mit unserer Wahrnehmung, wenn menschliche Puppen und deren Teile wie Arm- und Beinprothesen in den unmöglichen Zustand des "Wirklichen" eingefügt werden?
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nach dem gleichnamigen Roman von Truman Capote
Regie: Moritz Sostmann Bühne: Klemens Kühn Puppen: Hagen Tilp, Babara Weinhold Darsteller: Lars Frank, Ines Heinrich, Kerstin Daley, Uwe Steinbach
Die Bühne für "Frühstück bei Tiffany" ist stark an dem Bild "Nighthawks" von Edward Hopper orientiert. Durch die Möglichkeit die Fenster der Bühne zur Strasse zu öffnen, ist es uns sehr einfach gelungen die Illusion einer funktionierenden Bar herzustellen, die einen Eingang nach aussen hat. Der eigentliche Bühnenkorper des Bar-Tresens dient auch als Puppenbühne, Badewanne und Appartment und bewegt sich im Laufe des Stücks über die Bühnenfläche.
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von Markus Manz Regie: Christoph Werner | Bühne und Kostüme: Klemens Kühn | Puppen: Hagen Tilp | Musik: Sebastian Herzfeld | Dramaturgie: Bernhild Bense Mit: Susanne Claus, Kerstin Daley, Sebastian Fortak, Lars Frank, Ines Heinrich-Frank
Seit mehr als zwanzig Jahren lebt ein sehr reicher deutscher Mann allein in einem sehr kleinen Haus auf einer der steinigsten und wasserärmsten Inseln der gesamten griechischen Ägäis. Er verlässt die Insel nie, nicht einmal im Winter, wenn die Touristen längst abgereist sind und sogar die Einheimischen ihre Häuser vernagelt und sich aufs Festland zurückgezogen haben. Da erreicht ihn eines Tages im November der Anruf eines Freundes. Der sagt, dass in Deutschland gerade die Mauer gefallen ist. Die Mauer ist weg? So plötzlich. Da kann der einsame reiche Mann jetzt doch endlich Rosa kennen lernen, Rosa aus Leipzig, die die Tochter ist von Johanna und die Enkeltochter von Martha. Ihr, der Rosa muss er alles erzählen, alles, vom Kriegsende und von der Flucht über die Ostsee, von der Bar in Zürich und von der Gnädigen und von dem verdammten Geld, von Martha und von Johanna und von einer anderen Flucht über die Ostsee, vom Schweigen und vom Gesang der Zikaden und vom weißen Engel in der Kathedrale der Reglosigkeit der Dinge, von den Erinnerungen und von den Träumen seines ganzen Lebens.
Die „Ostseeballade“ ist ein Brief an Rosa, in dem Hagen sein Leben erzählt, um Rosa, die junge Frau aus Leipzig zu sich auf die griechische Insel zu locken. Und was wird passieren, wenn Rosa tatsächlich kommt? Eine ungewöhnliche theatralische Annährung an Jahrzehnte deutscher Geschichte, an die Kraft und an die Last der Erinnerung, behutsam und poetisch, nüchtern und emotional.
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frei nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh Regie: Moritz Sostmann Bühne und Kostüme: Klemens Kühn Puppen: Attiv Hussein, Babara Weinhold
Deutschland 2057 – Kaffee- und Rauchverbot, Sportpflicht und Toilettensensoren zur Urinüberwachung. Der Staat hat die METHODE entwickelt, mit der das schlimmste Übel der Menschheit überwunden wurde: die Krankheit. Es herrscht eine Gesundheitsdiktatur, deren oberstes Ziel die körperliche Gesundheit ihrer Mitglieder ist. Mia Holl gerät ins Visier der Gerichtsbehörden. Ihre Schlaf- und Ernährungsberichte liegen nicht vor, ihr elektronischer Steckbrief verzeichnet einen Einbruch im sportlichen Profil. Doch Mia hat einen Grund: ihr Bruder Moritz wurde der Vergewaltigung und des Mordes angeklagt. Er wird zum Einfrieren auf unbestimmte Zeit verurteilt. Eine scheinbar humane Strafe, in einem scheinbar humanen System. Doch Moritz entzieht sich dem Vollzug, bei Beteuerung seiner Unschuld, durch Selbstmord. Wie kann das sein in einem perfekten System, für das DNA-Analysen die unhinterfragbare Grundlage jeder Rechtsprechung bilden? Eine moderne Hexenjagd beginnt, die uns in ein allzu nahes Science-Fiction-Szenario führt. System versus Individuum – nur einer kann gewinnen. Corpus delicti entstand 2007 im Auftrag der Ruhrtriennale. Es ist das erstes Theaterstück der Bestsellerautorin Juli Zeh und beweist einmal mehr ihr Gespür für politisch brisante Themen. Corpus delicti ist 2009 auch als Roman erschienen.
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"Wie es Euch gefällt" von William Shakespeare Regie: Moritz Sostmann Bühne: Klemens Kühn Puppen: Hagen Tilp Dramaturgie: Ralf Mayer Darsteller: Magda Lena Schlott, Sebastian Fortak, Nils Dreschke, Kerstin Daley, Ines Heinrich-Frank, Lars Frank, Uwe Steinbach
Das Bühnenbild für die Inszenierung "Wie es euch gefällt" wurde stark durch die Architektur von einigen Gewächshäusern bestimmt, die ich in diesem Zusammenhang besuchte. Durch die dominierende Fliesen-Oberfläche entstehtauch gleichzeitig die Atmosphäre einer Wellness-Sauna-Landschaft - eine Stimmung die als neuzeitliche Umsetzung des Ardenner Waldes sehr schön funktioniert hat.
"Bei Sostmann und Tilp steigert sich diese mutwillige Konstellation durch die inkompatiblen Körpermaße und Physiognomien, die ein Muppet-Markenzeichen sind. Orlandos Diener Adam keucht als asthmatischer Winzling mit Pflasterbrille, während sein Bruder auf Augenhöhe mit den Menschen agiert. Die Herzöge unterscheiden sich lediglich durch die Haarfarbe - und bei den Schäfern wuchern Bart und Braue um die Wette. Dass der melancholische Jacques und die überdrehte Celia sogar hart am Plagiat vorbeischrammen, lässt sich wohl nur als Verbeugung vor dem Original rechtfertigen." MZ 26.9.09Die aber gelingt perfekt, zumal Klemens Kühn eine vielseitig nutzbare Bühne mit Mauern und Becken gebaut hat. Hier führt das siebenköpfige Ensemble seine Puppen, in deren Mitte zwei wunderbare Menschenkinder gestellt sind. Magda Lena Schlott als Rosalind und Sebastian Fortak als Orlando entfesseln die Naturgewalt ihrer Liebe mit der ganzen Grausamkeit der Unschuld, sie reißen sich die Kleider vom Leibe und entdecken ihr Gegenüber buchstäblich im Begreifen. Hier findet die Inszenierung, die am Anfang eher beiläufig begann, ihren zwingenden Rhythmus. Und den wird sie bis zum Schluss nicht mehr verlieren.
Großen Anteil daran hat die Musik, die - wie bei den Muppets - eine zentrale Rolle spielt. Schamlos plündert Sostmann das Archiv der Pop-Geschichte, lässt "Yesterday" als gregorianischen Choral zu subtiler Choreografie singen und hetzt Amy Winehouse auf Peter Gabriel und die Mamas and Papas. Das macht Spaß, weil neben den beiden Helden auch Kerstin Daley und Ines Heinrich-Frank, Nils Dreschke, Lars Frank und Uwe Steinbach außerordentlich musikantisch agieren und dabei doch nie ihr Hauptgeschäft - das Puppenspiel - aus dem Auge verlieren. Selbst für jene Kabinettstückchen, für die das Ensemble zu Recht so berühmt ist, bleibt Zeit - etwa wenn Lars Frank dem Yedi-Ritter-Ringer Charles eine Massage verpasst, während dieser finstere Ränke spinnt.
Die schlafwandlerische Trägheit des Dampfbades aber, in dem sich per Rückkopplung kleine Geräusche zur Klangkulisse aufschaukeln, erweist sich als das perfekte Ambiente für diese verträumte Geschichte von Zivilisationsmüdigkeit und Paradies-Sehnsucht. Dass der ehestiftende Gott Hymen am Ende zugleich als jener Hirsch erscheint, der als abwesender Running Gag die ganze Zeit durch das Stück geisterte, treibt das wunderbare Gedanken-Soufflé auf die Spitze. Und unter Rosalinds Brautkleid wölbt es sich da schon verdächtig. Ob es wohl ein Muppet wird?(MZ,27.9.09 VON ANDREAS HILLGER)
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"Drei Schwestern" von Anton Tschechow Regie: Moritz Sostmann
Bühne und Kostüme: Klemens Kühn Puppen: Marita Bachmeier
Es könnten Schließfächer sein oder die Fenster eines Wohnblocks, die kleinen Namensschilder unter den rotlackierten Verblendungen aber wecken auch eine morbidere Assoziation: So, wie Tschechows "Drei Schwestern" im Erfurter Theater Waidspeicher hausen, werden in südlicheren Ländern die Toten beigesetzt. Und tatsächlich geht es hier ja auch um Begrabensein, um die ungenutzt verstreichenden Jahre in der Provinz - während andernorts das Leben pulsiert. Doch wie soll man da hinkommen: "Nach Moskau!"?
Moritz Sostmann, der in Halle bereits mehrfach große literarische Entwürfe für die Puppenbühne adaptiert hat, setzt seinen Weg nun auch in Erfurt konsequent fort, wobei ihm die Krisis zwischen Puppen und Menschen diesmal allerdings weniger wichtig ist.
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| Rumpelstielzchen - Bühne: Klemens Kühn.JPG |
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